Carbon Dioxide Removal – Wie das Startup novocarbo mit Kohle das Klima retten will
Shownotes
„CDR“ hinter diesen drei Buchstaben verbirgt sich eine ganze Reihe von Technologien, um CO2 aus der Erdatmosphäre zu entfernen (Carbon Dioxide Removal). Das Hamburger Startup Novocarbo nutzt dafür keine aufwendigenFilteranlagen, sondern einen von Menschen seit Jahrtausenden genutzten Stoff – Pflanzenkohle. Esther Jakel arbeitet dort als Wissenschaftlerin und entwickelt neue Einsatzmöglichkeiten für ein Material, das Kohlenstoff dauerhaft speichert, Böden verbessert und Baustoffe aufwerten kann.
Hier geht's zum Interview: https://www.ecologies.de/2026/06/07/novocarbo-carbon-dioxide-removal/
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00:00:05: Ja, wir stoßen insgesamt jährlich etwa vierzig Gigaton CO-Zwei aus und den Modellierungen nach.
00:00:12: Wenn wir es zu einem Fünfzig Kliemannutral leben wollen müssen wir eben jährlig bis dahin zehn Gigatons also ein Viertel davon, dass wir momentan jährliche Ausstoßen mit durch negative Emissionen kompensieren um das Eins Komma fünf Grad Ziel noch zu erreichen.
00:00:34: Hi, willkommen bei Ecology's dem Podcast für Nachhaltigkeit und digitale Kultur.
00:00:40: Ich weiß nicht ob ihr damit gerechnet hätte dass man mit Holzkohle etwas gegen den Klimawandel tun kann genauer mit Pflanzen Kohle.
00:00:48: damit arbeitet ein Start-up aus Hamburg Novo Cabo das im Bereich CDR Carbon Dioxide Removal tätig ist also damit CO² aus der Erde entfernt Und wie das Ganze genau funktioniert wie man das eigentlich hinbekommt und was man alles aus dieser Pflanzenkohle machen kann.
00:01:07: Darüber habe ich mit der Esther gesprochen, viel Spaß bei der Folge!
00:01:11: Momentan zählt ja noch ganz viel darauf ab die Emission einfach zu reduzieren.
00:01:16: Das wird aber nicht reichen.
00:01:19: Wir haben jetzt in den letzten drei Jahren schon diese berühmte µC-Marke überschritten.
00:01:27: Und bis zum Jahr zwei Tausend Fünfzig möchten wir ein Kliemannutral werden – in der EU.
00:01:31: bzw.
00:01:32: auch in Deutschland natürlich.
00:01:34: und genau dafür müssen wir eben sagen, alle Modellierungen müssen wir auch aktiv CO² aus der Erdnussphäre wieder entfernen und dafür sind eben diese Carbon Dioxide Moville Methoden oder Kohlenstoffentnahme-Methoden.
00:01:48: CDR ist also eine ganz wichtige Zukunftstechnologie wie wir sehen.
00:01:53: aber die Frage die mich da jetzt genau interessiert hat es Wie holt man das CO² eigentlich genauer?
00:01:58: Aus der Luft?
00:01:59: Da gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Ansätzen und die sind ganz unterschiedlich.
00:02:05: Der bekannteste, den wir aus vielen Zusammenhängen kennen ist wahrscheinlich Bäume zu pflanzen.
00:02:09: Das wissen wir alle.
00:02:10: Bäume binden CO² durch Fotosynthese.
00:02:13: Kennen wir alle auch noch bestimmt aus dem Bio-Untersicht?
00:02:16: Das Problem ist nur, Bäume können absenden, gefällt werden an Krankheiten sterben und dadurch wird eben das CO² wieder frei.
00:02:25: Außerdem lässt sich nur schwer kontrollieren, ob die Bäume wirklich gepflanzt werden und das tatsächlich auch wirklich zusätzlich passiert.
00:02:32: Wir kennen die ganzen Greenwashing-Versprechen – auch die einige Unternehmen da doch gemacht – und damit entsprechende Skandale produziert haben.
00:02:40: Dann gibt es am anderen Ende des Spektrums sogenannte Direct Air Capture Technologien.
00:02:46: Das sind riesige Filteranlagen – bis wir mal googlen, sieht ganz einduchsvoll aus!
00:02:51: Die CO² direkt aus der Umgebungsluft saugen Klingt nach Science-Fiction gibt's aber schon.
00:02:55: Das Unternehmen Climeworks betreibt so eine Anlage auf Island, die Weltgrößte sogar.
00:03:01: und ja das Problem an dem Ganzen ist allerdings es extrem teuer und extrem energieintensiv damit in gewisser Weise natürlich kontraproduktiv.
00:03:11: Esther erklärt das ganze so.
00:03:14: Die meisten Leute haben wahrscheinlich schon von DAX gehört Direct Air Capture wo mit großen quasi CO-Zweistaubsaugern das CO² aus der Luft in der Atmosphäre gefiltert wird, dann komprimiert wird.
00:03:28: Und dann wird es an der Regel einfach unter die Erde gepumpt und irgendwelche zum Beispiel leeren Erdgasspeicher, wo das Erdgase eben schon rausgenommen wurde.
00:03:40: Dann liegt es da einfach rum und ist auch relativ sicher.
00:03:45: Das Ganze war ziemlich ziemlich teuer und auch schwer, einfach in der Skalierung.
00:03:53: Und nicht sehr energieeffizient.
00:03:56: Deshalb stehen diese Anlagen an Orten, die sehr viel erneuerbare Energie erzeugen also Windenergie oder Solarenergie.
00:04:06: da gibt es dann noch irgendwie Sinn vielleicht.
00:04:08: aber wenn man jetzt ja fossile Energie verwenden wird um dieser CO-Zweichstaubsauger zu betreiben hat das natürlich am Ende überhaupt gar keinen Sinn mehr.
00:04:18: Ja, eine energieintensive CO-Zweistaubsorge.
00:04:21: Das klingt nicht besonders fortschließlich.
00:04:23: und damit kommen wir zu dem was nur Vokabo jetzt anders macht einen Ansatz der irgendwo könnte man sagen zwischen Natur und Hightech liegt Die Idee statt das co² mit aufwändigen Maschinen aus der Luft zu filtern nutzt man Pflanzen die das ohnehin schon sehr effizient tun.
00:04:40: Denn jede Pflanze zieht wie wir wissen beim wachsen Co² aus der Atmosphäre Und baut den Kohlenstoffen ihre Zellwände ein.
00:04:47: Das Problem dabei ist allerdings, wenn die Pflanze stirbt oder verrottet.
00:04:52: Oder wenn wir sie verblenden, geht der Kohlenstoff zurück in die Atmosphäre und der Kreislauf dreht sich weiter.
00:04:58: Was Nuvo Cabo macht, ist diesen Kreislauf zu unterbrechen.
00:05:02: Im normalen Kohlenstauf-Kreislauf stirbt die Pflanzen dann irgendwann und wird von Mikroorganismen zersetzt?
00:05:09: Oder wird eventuell auch vom Menschen verbrennt, also energetisch genutzt?
00:05:13: Und durch beide Prozesse würde dann wieder Kohlenstoff freigesetzt werden in der Form von Methan oder auch CO₂ und dadurch wieder in die Atmosphäre gelangen.
00:05:23: Man kann den Prozess aber unterbrechen, indem man erst mal die Biomasse einfach nicht verbrennt.
00:05:30: Das ist relativ einfach umzusetzen.
00:05:32: Und zweitens, indem er die Biomasse so umwandelt, dass sie nicht mehr von Mikroorganismen verwertet werden kann – also innärter wird!
00:05:41: Und genau, das geht eben durch Pyrolyse.
00:05:44: Also im Prinzip ist es sehr ähnlich wie die Holzkohle nur dass wir mittlerweile auch andere Biomasen verwenden.
00:05:51: aber in Prinzip ist das Ganze auch keine neue Technologie.
00:05:54: also Kühlerei ist glaube ich eine der ältesten Handwerke der Menschheit.
00:06:00: Also Kohle hat man schon sehr lange gemacht.
00:06:03: Das Interessant oft sind Die alten Technologien, die uns in eine nachhaltige Zukunft führen.
00:06:10: Das haben wir an dem Podcast schon öfter gehört beispielsweise in der letzten Folge als ich mit Philipp Gerhardt über Aktoforstwirtschaft gesprochen habe.
00:06:18: Also auch hier bei Nuvo Cabos ist im Grunde eine jahrtausende alte Idee aber modern umgesetzt.
00:06:24: statt Holzmeiler im Wald bezahlt Nuvo-Cabo industrielle Pyrolyse Anlagen.
00:06:29: Pflanzliche Teststoffe wie Esther Götzchen erzählt hat also Altholz, Grünschnitt, Nussschalen werden hier bei uns bis zu ca.
00:06:36: ein Jahr unter Sauerstoffausschluss verkohlt, der Kohlenstoff konzentriert sich und bildet ein stabiles Gerüst kann nicht mehr durchmiegten Organismen verwertet werden und es entsteht Pflanzenkohle.
00:06:50: Und gegenüber anderen Technologien wie beispielsweise Direct Air Capture so den großen CO-Zwei Staubsaugern ist dieses Verfahren auch noch besonders energieeffizient wie Esther mir erklärt hat.
00:07:02: Erstmal wird die Energie eben für die Pyrolyse an sich verwendet, also so dass wir nur einmal zu Anfang den Prozess anheizen müssen quasi und dann läuft das von selber.
00:07:14: Also energetisch leckt sich der Prozess allein mit der Energie, die in dem Holz steckt.
00:07:22: Man kennt das vom Streichholz, da muss man ja auch erst mal nur Reibungsenergie hinzufügen ein Mal und sobald die Flamme dann brennt muss man ja keine Energie mehr hinzufügen, sondern die Flamme brennt einfach weiter bis das Streichholz schwarz ist.
00:07:37: Genau und da hat es gesagt wir erzeugen auch Abwärmer.
00:07:39: Das bei einem Streichholtz ja auch so.
00:07:42: Es hat nicht nur genug Energie um das Holz zu verkohlen, also um sich selbst zu verkohlern, sondern kann sie auch die Finger ganz schön daran verbrennen.
00:07:52: Und in dem Fall ist es als im industriellen Prozess genauso.
00:07:56: Wir zeug eben so viel Wärme, dass es nicht nur die Pyrolyse anheizt oder die Purulöse verursacht, sondern wir zeugen eben auch Abwärme, die wir dann als klimaneutrale Energie entweder selbst nutzen oder verkaufen können.
00:08:13: Was das Geschäftsmodell von Nuvo Cabo so interessant macht ist dass dieser Prozess im Prinzip gleich drei Produkte hervorbringt.
00:08:22: erstens die Pflanzenkuhle selbst ein physisches Produkt das Nuvo-Cabo an Kunden verkauft und mit dem man wie wir noch hören werden eine Menge machen kann.
00:08:31: Zweitens die Prozesswärme, die Esther gerade erwähnt hat.
00:08:34: Die kann ins lokale Wärmenetz eingespeist werden und an Energieversorger und benachbarte Industriebetriebe verkauft werden.
00:08:43: Und dann wird für jede Tonne CO-II, die in der Pflanzenkohle dauerhaft gebunden wird ein sogenanntes Kohlenstoffentnahmezertifikat ausgestellt – ein Carbon Removal Credit.
00:08:56: Den kaufen Unternehmen ihre unvermaltbaren Restemissionen langfristig ausgleichen wollen.
00:09:03: Genau das ist unsere dritte Einnahmequelle, also wir haben einerseits das physische Produktprenzenkohle, andererseits die Wärme und dann als drittes eben die Kohlenstoffzertifikate.
00:09:14: Und da das Geschäftsmodell braucht eben alle drei sonst funktioniert es nicht.
00:09:19: Dieses Zeifach-Modell setzt nur Vokabo in sogenannten Carbon Removal Parks um – das sind Standorte in denen diese Pytholyseanlagen stehen Und eben möglichst in der Energieversorger, die diese Prozesswärme dann auch abnehmen und ins Wärmenetz einspeisen.
00:09:38: Stadtwerke und ähnliche Akteure.
00:09:41: Esther erzählt nochmal wie das genau funktioniert denn im Griebesmühlen an der Ostseeküste in Mecklenburg gibt es so einen Park?
00:09:50: Wir haben eben in Griebis-Mühlen unseren ersten Karrenrufelpark gebaut und sind da mit den Stadtwerken an Griebus Mühlen.
00:10:01: Uns über die Wärmeabnahmen einig geworden, also die Stadtwerke wollten eben erneuerbare Energien oder ihren erneubaren Wärmer einen Teil erhöhen und nehmen uns da eben die Währme ab.
00:10:14: Ja in unserem nächsten Parkplan werden wir eben gerade in Dessau wo auch die Stadt die Wämer abnimmt eine andere Anwendung ist auch.
00:10:25: eine andere Möglichkeit ist auch dass die Industrie die Wämme abnimmt.
00:10:28: Industrien brauchen häufig Wärme, sei es nur zum Eis in der Bürogebäude.
00:10:32: Aber es gibt ja auch viele energieintensive Industrie die auch Prozesswärme brauchen.
00:10:40: Nicht nur der Prozess der CO-Zwei Entnahme sondern auch das Produkt was dabei entsteht.
00:10:43: Die Pflanzenkuhle selber.
00:10:44: Das hat mich auch noch mal interessiert was man damit so alles machen kann und dass ist wirklich ein sehr überraschender Stoff wie Esther mir erklärt hat.
00:10:53: Und einen Anwendungsfeld Überraschenderweise Jahrtausende alt.
00:10:58: Fangen wir vielleicht mal mit der klassischen Anwendung an, das ist eben die Anwendungen als Bodenhilfsstoff.
00:11:07: Was ich hatte glaube ich vorhin schon erwähnt, dass es auch keine neue Anwendunge ist weil schon vor tausenden von Jahren im Amazonas Gebiet Pflanzenkohle oder Holzkohle vielmehr angewendet wurde und damit eine sehr fruchtbare Erde erzeugt wurde, die sogenannte Therapeater.
00:11:25: Diese oder schwarze Erde sagt man glaube ich auf Deutsch auch.
00:11:28: Und die haben eben Boden, der ansonsten in dem Gebiet sehr wenig furchtbar ist deutlich aufwertend können.
00:11:37: Diese eigentlich sehr alte Methode hat man dann irgendwann wieder entdeckt und sich davon nochmal inspirieren lassen und hat danach herausgefunden dass die Pflanzenkole durch ihre sehr hohe Prokosität kennt man zum Beispiel auch von Aktivkole die auch zum Filtern eingesetzt wird.
00:11:57: Diese hohe Posität oder hohe innere Oberfläche der Flansenkohle lässt sich wie so eine Art Schwamm im Boden wirken, der einfach sehr viel Wasser speichern kann.
00:12:07: also gerade in sandigen Böden kann man da mit dem Boden stark aufwerten.
00:12:12: Die Anwendungen von Pflanzenkohle geht aber weit über die Landwirtschaft hinaus.
00:12:16: Besonders spannend fand ich die Anwendung in Baustoffen, denn Pflanzenkohle wird beispielsweise als Zuschlagstoff in Asphalt gemischt und Asphalt ist als Kohlenstoffsenke besonders interessant.
00:12:30: bei Kohlenstoffsenken man würde an Moore oder ähnliches denken nicht an Asphalt und Straßen.
00:12:34: aber ja wenn sie mit Pflanzenkole gemacht sind haben Sie einen ganz besonderen Vorteil.
00:12:40: Da muss man natürlich auch von Fall zu Fall gucken, aber was für uns besonders Interessantes ist erst mal Asphalt.
00:12:47: Und bei den ganzen Anwendungen mit Pflanzenkoholungsmittel halt immer schauen kann man wirklich nachverfolgen und garantieren das zumindest mit großer Wahrscheinlichkeit der Kohlenstoff nicht wieder in die Atmosphäre gelangt.
00:13:02: Das ist eben bei Asphalt der Fall weil Asphalt zumindest in Europa und besonders in Deutschland zu fast hundert Prozent recycelt wird.
00:13:13: Und die Pflanzenquote sich bei den Prozessierungstemperaturen von Asphalt auch nicht zersetzen kann.
00:13:21: Asphalt wird eben zu sehr hohen Quoten recycled, der recycelte Asphalt geht direkt wieder in den neuen Asphalt, also an der Regel wird eine Straße ausgebaut ja das Fräsgut heißt es wird sehr kleiner dann kommt es wieder in Asphalt mit und es wird ein neues Beton hinzugegeben.
00:13:40: Und es heißt man kann eigentlich garantieren, dass eben die Pflanzenkule in dem Asphalt-System ja bleibt und damit hat man eben eine permanente Senke geschaffen.
00:13:54: Kommen wir nochmal auf die Carbon Credits zu sprechen – auf die CO² Entnahmezertifikate, die NovoCabo ja verkauft.
00:14:04: Das sind, wie wir jetzt gehört haben, keineswegs Freifahrtsscheine für Unternehmen.
00:14:07: Noch mehr CO² Sorglos emitieren zu können sondern die sind notwendig weil in manchen sehr energieintensiven Bereichen der Stahlindustrie oder bei der Herstellung von Zementemissionen Anfallen die gar nicht anders kompensiert werden können als eben CO² wieder aus der Atmosphäre zu entfernen.
00:14:28: Und ganz am Anfang dieser Folge haben wir auch gelernt, dass selbst wenn wir all unsere Emissionen auf Null reduzieren, wie immer noch um auf Netto Null zu kommen, wir CO² der Atmosphäre entziehen müssen.
00:14:43: Was ist das eigentlich für ein Markt?
00:14:45: Wie funktioniert eigentlich diese Zertifikate Handel genau?
00:14:48: Das hat mich auch interessiert und da habe ich Esther nochmal gefragt, denn dieser Markt ist relativ jung.
00:14:54: Den gibt es so erst eigentlich seit dem Jahr zwei Tausend Neunzehn.
00:14:58: bis jetzt ist er noch komplett freiwillig.
00:15:01: die EU plant den vielleicht in den Emissionshandel zu integrieren, denen es schon gibt und kürzlich hat die Nachricht Schlagzeilen gemacht das ein großes Unternehmen Microsoft die Abnahme von solchen Zertifikaten reduzieren.
00:15:18: Und das war eben ein Unternehmen, was diesem Markt lange Zeit sehr stark gestützt hat.
00:15:23: Momentan ist der Carbon Removal Certificatmarkt noch freiwillig.
00:15:30: Es gibt ja das EU-ETS – das Emission Trading Scheme.
00:15:34: Das bezieht momentan auf die Reduzierung von Emissionen ab.
00:15:42: Also negative Emission sind dann auch gar nicht irgendwie integriert.
00:15:46: Genau.
00:15:47: Was passiert freiwillig, während ETS ja verpflichtend ist der Compliance-Markt und im ETS werden eben die Emissionen gekappt für die Länder dann den Unternehmen zugeteilt und die Unternehmen dürfen nur so viele Emissione erzeugen wie sie quasi Zertifikate dafür haben.
00:16:08: Jetzt könnte man sich natürlich sagen wenn Unternehmenshohe zwei Entnahmezertifikaten kaufen können.
00:16:14: Blemst das denn nicht vielleicht den Willen überhaupt Emissionen zu reduzieren.
00:16:18: Das ist eine besichtigte Sorge, die Science-Based-Targets Initiative also der internationale Standard für Unternehmensklimaziele verlangt deshalb das Unternehmen erst mindestens neunzig Prozent ihrer Emission senken müssen.
00:16:33: CDR darf nur für die letzten unvermeidbaren Restemissionen eingesetzt werden wie ich gerade schon erklärt habe.
00:16:40: und für Esther gibt es dabei auch noch einen ganz anderen wichtigen
00:16:43: Punkt.
00:16:44: Ja, erstens würde ich sagen die Zeit rennt ein bisschen.
00:16:46: Ich habe eben schon gesagt, wir haben eigentlich eine Eins-Kammer fünf Grad Marke schon gerissen.
00:16:51: Deshalb müssen wir alles einfach auffahren was wir auffahren können.
00:16:55: und zweitens muss man auch sagen dass es gar nicht möglich ist die Emission auf null zu reduzieren weil es eben so ja sogenannte Hard to Abate Industries gibt.
00:17:07: genau also bei manchen Prozessen ist das einfach chemisch gesehen nicht möglich CO₂-Emission zu vermeiden.
00:17:13: In manchen Industrien,
00:17:13: z.B.,
00:17:14: in der Stahlindustrie wird Kohlenstoff ja auch als Grafit oder Antrazid z. B. oder Steinkohle Koks als Reduktionsmittel eingesetzt.
00:17:24: Das ist auch super schwer zu ersetzen also teilweise einfach sehr schwer, teilweise wirklich unmöglich.
00:17:30: da kann man natürlich immer Alternativen irgendwie entwickeln aber es wird einfach sehr lange dauern.
00:17:37: Wir haben schon gesagt, es geht gar nicht unbedingt um High-Techs.
00:17:40: Pflanzenkohle ist eigentlich eine ganz alte Technologie und das ist vielleicht ganz interessant auch etwas, dass im Prinzip jeder selber machen kann.
00:17:49: wie Esther mir erzählt hat gibt es da sogar so ne kleine Art Maker Szene die Pflanzenkole selbst herstellt.
00:17:56: Ja von allen Methoden ist Biotra wirklich die einfachste.
00:17:59: erst mal ich habe mir schon gesagt dass es eigentlich schon eine superalte Technologie ist jetzt halt ein bisschen moderner.
00:18:07: Also es ist im Prinzip sehr einfach.
00:18:08: Im Prinzip kann das jeder auch in seinem Garten machen, die Zertifizierung und alles drumherum ist dann natürlich ein bisschen aufwendiger aber... ...im Prinzip ist es halt nicht besonders kompliziert.
00:18:20: Das ist am einfachsten und ist auch bisher am weitesten
00:18:23: entwickelt.".
00:18:24: Zum Schluss hat mich natürlich noch interessiert wie es da als ausgebildete Chemikerin dazugekommen ist in einem CDR-Startup Vinovo Cabo zu arbeiten und mich hat auch natürlich interessiert, wie ihr Arbeitsalltag da so aussieht.
00:18:38: Ein kleines bisschen Zufall also.
00:18:40: ich habe angefangen Chemie zu studieren weil ich dachte damit kann man sehr viele Probleme lösen die wir gerade haben.
00:18:46: ja weil mir halt auch Nachhaltigkeit am Herz liegt hab ich dann mich während der Promotion auch mit gönner Chemie befasst und mit Biopolymeren noch nicht wirklich mit Karbonisierung oder Pyrolyse obwohl das auch in in meiner Arbeitsgruppe gemacht wurde, aber da bin ich gar nicht so richtig mit in Berührung gekommen.
00:19:07: Hab nur so am Rande davon gehört.
00:19:09: Irgendwie zufällig auf diese Stellenanzeige gestoßen und hatte aber auch noch gar nichts von Bajacar gehört.
00:19:16: Noch gar nichts vom Bajakabend Mubel gehört.
00:19:19: Und ja haben mich dann ein bisschen eingelesen weil direkt total begeistert und dachte mir halt das ist eigentlich so einfach!
00:19:26: Warum machen wir das nicht längst?
00:19:29: Wir die ganze Wandbreite von Anwendungsmöglichkeiten, von Pflanzenkohle abgedeckt.
00:19:34: Aber da gibt es auch so viele auch umweltrelevante, sowas wie Filtrationen, Bodensanierung, Schadstoff-Azubtionen.
00:19:43: Das ist alles super spannend und das ist halt einfach ein sehr vielfältiges Material.
00:19:50: Ja irgendwie hat mich das dann sehr gereizt weil's einfach auch viele meiner, ich sag mal Herzensthemen behandelt hat.
00:19:57: Heute ist das Arbeitsalter bei Nuvo-Carbo aufgeteilt zwischen Labor und Büro.
00:20:02: In Hamburg hat sie ein Labor für Qualitätskontrolle und Produktentwicklung aufgebaut, die andere Hälfte der Zeit verbringt sie mit Kundenplakten.
00:20:12: auch diese sind erstaunlich vielfältig und das Interessante hat sie mir erzählt ist dabei eben auch dass Sie diesen Stoff den Nuvo Carpo produziert, das Biochar, dass sie ihn auch mal in der praktischen Anwendung näher kennenlernt.
00:20:25: Also viel von meinem Arbeitsalltag ist auch mit den Kunden rauszufinden, was sie überhaupt brauchen.
00:20:31: Weil es häufig so ist, dass das halt auch ein komplett neues Projekt für Sie ist wenn die entscheiden, dass die Pflanzenkohle anwenden wollen.
00:20:38: Ja, das kann jetzt immer fall sein oder auch im Beton ja in den verschiedensten Anwendungen also auch sowas wie Bodensanierung wo es dann ganz stark auf die oberflächen Eigenschaften der Pflanzenkole ankommt und die Purosität.
00:20:53: Also man ist irgendwie in vielen... Man nähert sehr viel über viele Bereiche.
00:20:58: Stahl war auch mal ein sehr großes Thema, also man glaubt gar nicht wie viele unterschiedliche Kohlenstoffe für wieviele unterschiedliche Teilprozesse die einsetzen und uns.
00:21:09: es ist auch immer wichtig dass wir nicht einfach die Kohle irgendwo hinpacken wo sie dann einfach isst sondern als so als Diponie oder sowas Sondern dass man halt wirklich auch einen Co-Benefit daraus hat.
00:21:20: also das die Kohler auch Ja, die Eigenschaften verbessern.
00:21:23: Die Materialeigenschaften sind jetzt im Asphalt oder im Polymer und dass man dadurch vielleicht noch andere Sachen ersetzen kann, die den CO²-Fußabdruck sonst erhöhen würden als zum Beispiel in Beton.
00:21:34: Kann man vielleicht ein Anteil von Cement ersetzen?
00:21:36: Cement hat ja einen sehr großen CO² Fußabdrucks und dadurch eben die CO² Bilanz
00:21:42: verbessern.".
00:21:43: Als ich für diese Folge recherchiert habe, hat mich erst mal nur das Thema CDR eigentlich interessiert und nur Vokabo als Startup und Pflanzenkohle als Stoff, aber unglaublich interessant was man aus diesem Stoff alles machen kann.
00:21:56: Also wie energieeffizient einmal die Herstellung ist und dann wie Esther auch gerade nochmal erzählt hat was man mit dem Material dann alles machen können nicht nur wie vielfältig man das einsetzen kann sondern auch dass man dadurch sogar noch die Eigenschaften bestehender Produkte verbessern kann.
00:22:12: also es geht gar nicht nur darum CO² aus der Luft zu ziehen sondern auch sogar um sowas wie Materialwissenschaftler, also Materialien besser und nachhaltiger zu machen.
00:22:24: Wow das war super interessant mit Esther zu sprechen!
00:22:27: Also auf jeden Fall meinen Blick auf Holzkohle oder Pflanzenkohle hat sich dadurch komplett verändert.
00:22:34: Vielen Dank dass ihr auch dabei wart, dass ihr wieder reingehört habt.
00:22:37: wenn ihr möchtet könnt ihr natürlich wie immer auch gerne reinlesen auf meinem Blog.
00:22:41: da gibt es natürlich wieder eine schriftliche Version unseres Gesprächs.
00:22:44: ansonsten habt einen schönen Frühling und macht's gut bis bald ciao.
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