Heiße Städte neue Wege - ein Gespräch zur Ausstellung mit Jonas Malzahn

Shownotes

Für die Ausstellung „Too Hot. Heiße Städte, neue Wege“ im Deutschen Architekturmuseum hat Jonas Malzahn mit seinem Kuratorenteam 13 europäische Städte untersucht. In dieser Folge spreche ich mit ihm über Klimaanpassung, Architektur, Bürgerbeteiligung und warum er trotz aller Herausforderungen optimistisch bleibt.

Hier geht's zum Interview mit Fotos aus der Ausstellung: https://www.ecologies.de/2026/09/24/too-hot-heisse-staedte-neue-wege/

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00:00:05: Und eigentlich haben die Städte und ihre Maßnahmen positiv gestimmt, dass was passiert.

00:00:13: Dass viele Menschen auch wissen, dass es noch ein bisschen zu langsam geht und uns gesagt haben wir wollen das ist auch schneller vorhanden.

00:00:23: Hi!

00:00:23: Willkommen bei Ecology's.

00:00:24: Schön, dass ihr wieder mit dabei seid.

00:00:26: Ich bin mit meinem Podcast ganz frisch zurück und gut erholt aus der Sommerpause.

00:00:31: ich hoffe ja auch schön, dass sie wieder rein hört.

00:00:34: Eigentlich bin ich ja immer ganz froh, wenn die Themen über die ich mit meinen Gästensprecher möglichst aktuell sind.

00:00:41: Bei der Folge heute und dem Thema heute ist es eher eine zaurige Aktualität denn Die Wälder brennen in Deutschland und im Süden von Europa.

00:00:50: Der Sein hat niedrig Wasser und ist hier in Düsseldorf wo ich lebe wirklich ausgezognet so dass man das richtig sehen kann was natürlich nicht nur ökologische Konsequenzen hat sondern auch wirtschaftliche.

00:01:01: die reinen Schifffahrt, er kommt gerade zum Erliegen und das verursacht natürlich auch eine Menge wirtschaftliche Schäden.

00:01:07: Kurz und gut!

00:01:08: Wir haben es nicht nur mit einer hitze Welle sondern mit einer wahrhaften Hitze Krise zu tun.

00:01:13: und

00:01:14: was Städte tun können und tun müssen um sich an diese Hitze anzupassen und Klimaanpassung voranzubringen darüber spreche ich heute mit Jonas der dazu in Frankfurt eine ganz tolle Ausstellung kuratiert hat.

00:01:29: viel Spaß bei der Folge Jonas, wunderbar.

00:01:33: Freut mich, dass du heute im Podcast zu Gast bist.

00:01:37: Du hast zusammen mit deinem Kudatoren-Team die Ausstellung Too Hot heiße Städte Neue Wege kudratiert, die gerade in Frankfurt im Deutschen Architekturmuseum zusehen ist.

00:01:49: Ich hatte noch keine Gelegenheit nach Frankfurt zu fahren und sie zu sehen.

00:01:52: also nimm mich und nimm unsere Hürde in doch vielleicht mal mit und erzähle uns mal so ein bisschen was da so zu sehen

00:01:57: ist.

00:01:58: Ja vielen Dank auch für die Einladung zum Podcast!

00:02:02: In Frankfurt im Deutschen Architekturmuseum können die Besucherinnen neben dreizehn Städten aus Europa und deren Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung auch noch weitere Fakten Klimabandel in Städten erfahren, also sozusagen die Hard Facts.

00:02:23: Warum gerade sind Städte, die dies am meisten betrifft?

00:02:27: Aber auch die Orte an denen man am meisten ja für eine Transformation und einen Wandel tun kann.

00:02:34: Das spielt auch die Infrastrukturen einer Stadt eine wichtige Rolle und darüber informieren wir auch in der Ausstellung weil viele Sachen, die wichtig sind für die Klimaanpassung.

00:02:49: Passieren unter unseren Füßen oder sind so in unserem Alltag verwebt wie der Verkehr, also wie das öffentliche Nachverkehr den übernutzen dass man es gar nicht wahrnimmt.

00:03:02: darüber hinaus gibt's in der Ausstellung auch noch Hinweise dazu, wie man selber tätig wird.

00:03:07: Also wir haben verschiedene Initiativen, aktivistische Akteure auch die wir vorstellen weil ja die Klimaanpassung und der Klimaschutz das ist so eine große Aufgabe.

00:03:19: die schaffen die Städte oder kann man nicht alleine schaffen sondern es ist ne gesellschaftliche Aufgabe.

00:03:25: da sind sowohl die Stätte-und Verwaltung gefragt als auch Ja, jeder Einzelne sozusagen und das stellen wir verschiedene Initiativen.

00:03:34: Ja klar sind ja auch Lebensräume da passiert der Wandel oder der Klimawandel oder die notwendigen Maßnahmen das passiert direkt vor der Haustür.

00:03:45: So haben wir versucht verschiedene... Einstiege auch zu schaffen für die Besucherinnen und hoffen, dass da jeder sozusagen den besten Weg zum Wissen- und Wissenstransfer.

00:03:56: Zum das sich mitnehmen kann was er vielleicht selber umsetzen kann oder wo er jemanden anschubsen kann.

00:04:03: hier bei uns in der Stadt müssten wir doch vielleicht mal ja was für die grün blaue Infrastruktur machen oder unser Energienetz umstellen.

00:04:13: okay das klingt schon mal klingt immer gut aber vielen positiven Impulsen.

00:04:18: Ich meine das Thema Hitzewelle oder Hitzekrise oder Katastrophe, wie auch immer man das nennen will.

00:04:23: Das ist ja gerade macht er gar zu recht viele negative Schlagzahlen.

00:04:27: also bei mir hier in Düsseldorf um die Ecke ist der rein fast ausgetrocknet Die Wälder brennen hier im hohen Fällen Richtung Belgien und so weiter.

00:04:36: Stimmt dich die Ausstellung positiv?

00:04:38: Oder eher alarmistisch?

00:04:41: Oder von den Besucherinnen habt ihr ein bisschen mit was vom Gefühl geht man da rein und kommt wieder raus.

00:04:45: kannst du dazu etwas sagen?

00:04:47: Ich glaube, also wir auch und das Kuratorin-Team Katharina Böttger, Matthias Schnell und ich haben natürlich diese ganzen Herausforderungen und Krisen in den Städten mitgekriegt.

00:04:58: Wir haben sie besucht sind da hingefahren, haben mit vielen Expertinnen und Bewohnern der Städte auch gesprochen und da war immer natürlich zum Beispiel die Epaia in Lettland.

00:05:09: Da ist vor einiger Zeit ein Stück Küste abgerutscht ein wichtiges Klärwerk fast in der Ostsee verschwinden lassen.

00:05:18: So müssen wir kennen alle die Hitze auch in Paris, dort haben wir mit Architekten gesprochen, die Dächer umbauen wollen weil unter den berühmten Zinkdächern in Paris es halt ja bis über fünfzig Grad heiß wird und das ist dann auch schon lebensbedrohlich.

00:05:36: Und die Dinge, die du angesprochen hat sie uns auch diesen Sommer schon häufiger jetzt ja heimgesucht haben oder die wir erfahren müssen.

00:05:46: Die sind natürlich in anderen Ländern auch schon länger jeden Sommer gang und gäbe, wenn wir nach Spanien gucken oder in andere südliche Länder Italien Griechenland bei denen passiert das schon seit einiger Zeit.

00:06:02: Und natürlich gehen in die Ausstellung jetzt einige der Besucherinnen mit diesen Gefühlen.

00:06:07: okay wird es bei uns in Zukunft immer schlimmer.

00:06:12: Da sieht es leider so aus im Moment, wenn wir so weit weiter machen wie bisher.

00:06:18: Dann ja... Wir haben für die Ausstellung mit Helmholtz Klima zusammengearbeitet.

00:06:25: Das ist eine Dialogplattform der Helmholz-Institute in Deutschland Die sich unter anderem auch mit dem Klimawandel beschäftigen und was wir dagegen tun können.

00:06:36: Und die Expertinnen haben uns ganz klar gesagt So weiter geht wie jetzt.

00:06:42: Schaffen wir keine Wände, keinen Stopp drücken sozusagen?

00:06:47: Sondern das wird in den nächsten Jahren dann schlimmer und wir müssen uns darauf einstellen,

00:06:53: d.h.,

00:06:53: anpassen.

00:06:55: Genau!

00:06:55: Das ist ja auch so eine Begrifflichkeit, Klimaanpassung wo es schon darum geht, das Schlimmste quasi noch zu verhindern usw.

00:07:03: Und da hat uns im Kuratoren-Team aufgefallen bei den Gesprächen sind viele Städte eher auf diese Anpassungsschiene.

00:07:13: Der Klimaschutz ist gar nicht als erstes genannt wird, obwohl das vielleicht das Wichtige ist, dass wir weniger Emissionen ausstoßen und was dagegen tun, dass es nicht mehr schlimmer wird oder heißer.

00:07:26: Aber natürlich sehen viele die Anpassungsmaßnahmen gerade als wichtiger weil sie sofort sichtbar sind und sofort die erste Abhilfe leisten.

00:07:41: Können wir mal so ein bisschen weingehen, dass... Wir haben schon über die Zinkdächer in Paris.

00:07:44: Die kennen ich gut und da leben ja viele Leute auch leider an so kleinen Dachwohnungen weil die Mieten so hoch und so teuer sind.

00:07:50: Hitze das ist ja keine Ahnung.

00:07:51: man kennt so die Hitze in der Straße wenn sich die Hitse so staut und das Gefühl hat er erst faltet und das lädt sich alles auf.

00:07:58: Die Dach-Wohnung wird irgendwie ein Problem.

00:08:01: was gibt es für herausforderungen angesichts der zunehmenden Hitze?

00:08:06: Und was gibt's auch für Maßnahmen?

00:08:07: Was sind zu Themen?

00:08:09: Was sind so Themen für stehende Wasserversorgung?

00:08:11: Ist sicherlich noch ein weiteres.

00:08:13: Wasserversorgen ist ein Thema, Hitze ist aber auch ein wichtiger Punkt des unseren Gesundheit eigentlich also der wichtigste weil wir Menschen uns gar nicht so schnell an die steigenden Hitze anpassen können.

00:08:31: das heißt wir müssen Schatten finden und abkühlen.

00:08:35: Dafür brauchen wir dann natürlich unser, sind wir erst mal in unseren Häusern und versuchen uns da zu barrikadieren.

00:08:42: In vielen gibt's natürlich jetzt aber auch schnell heiß weil sie schlecht gedämmt sind oder zu viel Fensterfläche haben.

00:08:52: Und da kommt es dann natürlich darauf an dass man den Gebäudebestand auch in einer Weise ertüchtigt das man genug Verschattungselemente hat dass man Möglichkeiten schafft zum quer lüften nicht so sehr auf die klimaanlage vielleicht geht weil die auch wieder energie verbraucht natürlich auch emissionen verursacht etc.

00:09:14: ja das war jetzt paradoxerweise oder irgendwie ironisch sagastischerweise so eine reaktion von vielen.

00:09:21: wo kriege ich die nächste?

00:09:21: in den baumärkten waren die ausverkauft und solche sachen.

00:09:24: Ja,

00:09:25: das ist wahrscheinlich natürlich der schnellste.

00:09:27: und weil so wenn man in einer Wohnung nicht quer lüften kann.

00:09:30: Weil sie irgendwie zu einer bestimmten Seite nur ausgerichtet ist lässt sich das natürlich auch sehr schwer erst mal baulich umändern.

00:09:39: aber ja dass sind so Dinge.

00:09:41: und natürlich dann betrifft uns die Hitze auch im öffentlichen Raum da wo wir zu Arbeit fahren, spazieren gehen wollen.

00:09:49: Uns erholen im grünen Raum und wenn der nicht da ist austrocknet wir keine Kühle finden unter Bäumen.

00:10:00: die sind nämlich in der Stadt die am besten so eine kühle schaffen durch ihr Laubdach aber auch die durch die Verdunstungskühle.

00:10:08: also das was sie durch den ja das wenige Wasser in der Luft dann noch verdunsten, das bewirkt eine Kühlung von mehreren Grad unter dem Baum.

00:10:21: Dazu muss man auch sagen aber nur wenn wir den Baum genug Platz geben an seinem Wurzelraum.

00:10:26: Wir kennen ja unsere Stadtbäume.

00:10:28: die sind von links und rechts, von Asphalt, Pflastersteinen und anderen Dingen bedrängt und am besten funktionieren sie aber wenn sie eigentlich ungefähr so wie Krone des Baums auch freie Fläche unter ihnen

00:10:42: hat.

00:10:43: Ja, genau gibt ja noch zum Glück Leute die so Baumscheiben pflegen.

00:10:46: aber da muss man auch erst mal ein bisschen entflastern an einigen Stellen oder Bäume pflanzen die müssen wachsen und die leiden auch unter Snog und diversen Belastungen das ist klar.

00:10:56: ich bin also Ich persönlich bin so ein bisschen aufmerksam geworden auf das Thema oder so Maßnahmen als ich Mal in Wien so Wasser zerstäuber in der Straße gesehen habe verteilt sind, wie so Straßenlaternen oder sowas.

00:11:10: Ist sowas sinnvoll?

00:11:11: Oder ist das auch nur so Kosmetika?

00:11:13: was kann man konkret machen

00:11:15: umstietet?

00:11:15: Das ist natürlich auch nur eine Anpassungsmaßnahme, um das Wohlbefinden für uns Menschen in der Stadt herzustellen dass wir kühler sind gesunder leben oder überhaupt aushalten bei der Hitze.

00:11:32: aber es trägt natürlich sehr klein Mikrobereich für eine klimatische Veränderung bei.

00:11:38: Also das ist nichts großmaßstäblicheres, dass jetzt ein ganzes Quartier oder einen Kiez irgendwie dadurch abkühlt.

00:11:46: Das passiert nicht durch diese Wasserzerstäuber.

00:11:49: Das sind wirklich eigentlich nur Notfall-Maßnahmen

00:11:53: und

00:11:54: wir Stadtbewohnerinnen oder die Stadtbewohnerinnen den Sommer draußen aushalten können.

00:12:01: Also du hast schon bauliche Maßnahmen sind irgendwie wichtig.

00:12:04: Auf der einen Seite, auf der anderen Seite ist was wie Begrünung ist irgendwie ein wichtiger Faktor.

00:12:10: Was haben wir noch für Möglichkeiten?

00:12:12: Du hast das Wasser, haben wir das vor Stäuben angesprücht aber natürlich auch das Wasser in größerem Maßstab.

00:12:17: dann hilft auch mehr.

00:12:19: also Wasservlächen in der Stadt verursachen oder generieren Kühle Das heißt Flüsse Aber auch Seen und in vielen unserer Städte sind halt die Flüsse und Bäche aber alle kanalisiert, um Platz zu machen für Straßen und anderes.

00:12:38: Und das ist zum Beispiel eine Möglichkeit diese Flussläufe wieder zu renaturieren an die Oberfläche zu holen, um dadurch Zonen zu schaffen wo auch kühle Luft dann durch fließen kann, aber ja auch kühl Luft in der Stadt generiert

00:12:54: also wieder Wasser durch die Städte zu lenken werden.

00:12:57: Meine Podcast-Folge habe ich immer gemacht, wo es darum ging Wasser in der Landschaft zu halten, durch Bäume pflanzen, durch so Agroforstwirtschaft und eine Wasserwirtschaft.

00:13:08: Da hat der Philipp Gerhard meinen Interview Partner oder Gast damals eben gesagt naja vieles von der Klimaanpassung findet auch im Umland statt.

00:13:15: aber interessant finde ist das geht auch um sozusagen die Lenkung des Wassers durch die Stadt kann ich mir gut vorstellen macht ne Stadt ja auch attraktiver wenn man da kühl am fluss flanieren oder vielleicht einen Kaffee trinken kann.

00:13:27: Und diese Mitte, du hast die Schwammstadt sozusagen schon angesprochen.

00:13:31: Es geht natürlich nicht immer nur um Hitze das ist ein Extrem was wir erleben.

00:13:35: aber in einigen Städten die wir betrachtet haben, die liegen halt auch im Norden Europas, Finnland, Schweden, Dänemark da ist die Hitze jetzt nicht unbedingt... Schlimmste, sondern die haben eher damit zu kämpfen mit Starkregenereignissen.

00:13:52: Also zu viel Wasser oder auch zu wenig Niederschlag wie Schnee oder zu wenig Kälte eigentlich dann im Winter.

00:14:00: also es ist zu mild und denen hilft dann sagen mit dem Wasser anders umzugehen das lokal also einmal in Umland aber auch in der Stadt Flächen zu generieren wo dieser stark Regen zum Beispiel vor Ort gehalten wird, wie ein Schwamm und nicht gleich in die Kanalisation oder auch am schlimmsten Fall auf der Straße schnell abfließt uns Überschwemmungen führt.

00:14:26: Genau das sind so Herausforderung des Klimawandels, die halt in diesen Städten im europäischen Norden bei uns in der Ausstellung ist dass die boreale Region wir haben das nicht im Klimazon aufgeteilt sondern in fünf oder es gibt diese Klimaregion in Europa, die sich eher an Lebensräumen orientieren.

00:14:50: Die kommen aus dem Naturschutz und zeichnen sozusagen ab wo ähnliche Lebensräume in Europa für uns Menschen aber auch vor allem für Pflanzen und Tiere herrschen und dadurch haben diese Gebiete auch ähnlichen Herausforderungen beim Klimawandel.

00:15:08: Okay, ja das hätte mich jetzt interessiert.

00:15:10: Wo ich so neugierig nach den Maßnahmen fragt wie denn so oder könnten wir noch weiter darüber sprechen wie so euer Recherche-Prozess funktioniert hat?

00:15:16: Hat mich jetzt Interessiert, wonach ihr so Städte ausgewählt habt weil ich meinen Maßnahmen gibt es ja viele und man begegnet immer mal ein paar so wie in Wien oder in Paris wo's grüner wird oder vielleicht auch in kleineren Städten.

00:15:30: Ja und Maßnahmen gibt Es viele aber welche Städter sind da besonders Wichtig, also so steht er als Lebensräume zu Bückel ergreifen.

00:15:37: Das war irgendwie ein Ansatz.

00:15:38: kannst du uns noch ein bisschen mehr erzählen über den Rechercheprozess für eine Ausstellung

00:15:42: aufzubauen?

00:15:44: Wir haben zu dritt zunächst erstmal wahnsinnig... Web und Literaturrecherche gemacht.

00:15:51: Und da ging es uns vor allen Dingen darum, zu schauen welche Städte schon aktiv sind.

00:15:55: also wer macht was?

00:15:56: weil wir wollten ja sehen was für Maßnahmen gibt's Welche Städter stelle sind Aktiv?

00:16:02: Und wo kann man sich vielleicht etwas anschauen?

00:16:05: Und da sind wir auf Eigentlich schon sehr viele Städten Bündnisse gestoßen Also Vereinigungen Klima bündnisse.

00:16:14: Es gibt ein relativ globales das heißt C Forty Cities Und da haben sich Städte zusammengetan, um sich auszutauschen.

00:16:22: Also wer macht was?

00:16:24: Wie funktioniert eine gute Klimaanpassung im Hinblick auf Hitze bei mir?

00:16:30: Kann ich das übertragen auch in einer anderen Stadt?

00:16:33: und da gibt es auf europäischer Ebene verschiedene und auch auf internationaler globaler Ebene und die haben wir uns angeschaut verschiedene Listen gemacht und geguckt, wer ist denn da aktiv?

00:16:46: Wer hat denn da was.

00:16:48: Und mit dieser Vorauswahl das waren immer noch irgendwie knapp über hundert Städte die interessant für uns waren sind wir dann haben uns zusammengesetzt mit einem Expertengremium sozusagen.

00:17:01: Wir haben andere Personen gefragt aus der Landschaftsarchitektur, aus der Wissenschaft aber auch Ja, aus dem Umweltschutz.

00:17:12: vom BUND war jemand mit dabei.

00:17:15: Mit denen haben wir uns die Städte angeguckt und eine Auswahl getroffen.

00:17:19: Dabei war uns aber wichtig dass es nicht unbedingt einer Best Practice Auswahl ist sondern das wir verschiedene Perspektiven verschiedener Herangehensweisen aufzeigen können vor allen Dingen auch weil natürlich nicht jede Stadt die gleichen Startbedingungen hat oder die gleichen Rahmenbedingung.

00:17:38: Genau, da ist die gleiche Größe und die gleichen Mittel oder die gleichen Herausforderungen.

00:17:42: Die einen haben vielleicht ein Fluss den sie freilegen können, die anderen haben gar keinen oder hatten noch so Probleme.

00:17:50: So haben wir versucht ja einen Überblick zu schaffen von großen Städten zu kleinen Städtenden im Norden wie im Süden umso wirklich verschiedene Perspektiven herangehensweisen in der Ausstellung zeigen zu können.

00:18:05: Und genau die kleinste Stadt, die wir zeigen das ist Totnes in Großbritannien.

00:18:11: Die hat glaube ich noch nicht mal zehn tausend Einwohner oder ein bisschen drüber.

00:18:17: Die größte ist Paris, die natürlich auch irgendwie in aller Munde ist ja aber eigentlich sind alle die Städte, die wird zeigen ähnlich wie Paris sozusagen auf dem Weg Dinge umzusetzen sind sehr aktiv und tauschen sich mit anderen aus.

00:18:38: Also das war uns wichtig, dass eigentlich jede Stadt die wir zeigen schon einen Weg auf sich auch den Weg gemacht hat und ja aktiv ist im Klimaschutz und der Klimaanpassung.

00:18:52: Das ist ja schon mal gut zu hören.

00:18:53: da steht er sich zusammen tun.

00:18:55: Interessant, dass ihr euch so zusammengetan habt.

00:18:58: Also das klingt sehr kollaborativ, sich noch mal so ein Expertengremium zu holen und eine breite Recherche zu machen.

00:19:04: Ihr seid sicherlich auch ne Menge gereist und ne Menge rumgefahren um euch das vor Ort anzuschauen oder wie war das möglich?

00:19:10: So vieles ging.

00:19:10: haben wir das gemacht?

00:19:11: also Wir waren in vielen Städten.

00:19:13: in Liepaya in Lettland war ich das erste Mal okay wir waren natürlich in Paris und in Copenhagen dann aber auch in Wien In Bern, genau so haben wir ziemlich viele Städte bereist.

00:19:29: Hatten dann aber auch in den Städten, in denen wir nicht persönlich waren immer Ansprechpartner.

00:19:35: die haben wir uns gesucht zum einen bei der Stadt bei den lokalen Verwaltungen um wirklich auch die Zahlen und Fakten der Städте zu bekommen.

00:19:45: also wir haben immer gefragt was macht ihr eigentlich?

00:19:48: Was für ein Budget habt Ihr für die Maßnahmen?

00:19:53: Wie viel CO zwei stößt eure Stadt aus?

00:19:56: und das zeigen wir auch in der Ausstellung.

00:19:58: so kann man die so ein bisschen auch vergleichen.

00:20:01: Was haben die für Mittel?

00:20:02: was waren aber auch die schlimmsten Ereignisse, die den Städten schon wieder fahren sind also ob stark Regen ist oder Hitze Wellen.

00:20:12: Das kann man dann in so einer Art Steckbrief zu den Städten in der Ausstellung auch ablesen und ein bisschen vergleichen.

00:20:19: Natürlich die Größe und die Budgets, das ist immer sehr schwierig.

00:20:23: Das ist natürlich immer abhängig von den politischen Lagen in der Stadt aber auch von ganz wirtschaftlichen Dingen, die dann davor herrschen in den jeweiligen Orten.

00:20:37: Durch eure Vorrecherche und alles.

00:20:39: Und durch die Beschäftigung mit dem Thema seid ihr schon Experten?

00:20:43: Gibt es trotzdem was, was dich oder was euch als Team überrascht hat bei den vielen Städten, die euch angeschaltet haben?

00:20:48: Wo ihr gesagt habt ... Die Maßnahme oder so eine Art und Weise etwas umzusetzen, das haben wir noch nicht gesehen.

00:20:54: Oder gibt's auf der anderen Seite vielleicht auch etwa so die Maßnahmen oder Dinge, die immer wieder vorkommen oder diese grundsätzlich wichtig sind?

00:21:03: Also... Es war überall eigentlich die Maßnahme des Wir pflanzen mehr Bäume.

00:21:08: Also jede Stadt erkannt, dass es eigentlich die Bäume und die Begrünung das ist was sie in Zukunft lebenswert macht Und auch das Leben in ihr erträglich.

00:21:22: Aber dann gibt's auch ganz interessante Maßnahmen.

00:21:25: zum Beispiel Stockholm ist eine Metropole Die stark wächst.

00:21:31: da wird viel Wohnraum gebraucht.

00:21:34: aber ja neu bauen Zeugt auch, also die Bauindustrie allgemein ist einer der größten Emitenten von Emissionen.

00:21:42: Nicht nur CO-Zweih sondern auch Abfall und Müll.

00:21:48: Und Stockholm hat sich auf die Fahnen geschrieben oder als einen von wenigen Städten, Ja, Baustellen in Zukunft CO zwei neutral gestalten will und auch schon die ersten hat.

00:22:02: also da dürfen wir rollen nur noch bagger mit elektro antrieb Die Bauunternehmen vorher auch oder die die die Bauherrinnen auf Darstellen können dass sie ihre ihre baustelle dann co zwei neutral ist.

00:22:18: Und die Stadt Stockholm versucht all wenn Sie größere Entwicklungsgebiete macht für wohn den Aushub, den sie da generieren.

00:22:29: Also muss ja immer gebaggert werden, da muss irgendwas abgerissen werden das nicht weit durch die Gegend zu fahren und vor allen Dingen auf irgendwelche einer Halde abzuladen, wo es dann nicht mehr gebraucht wird sondern die.

00:22:44: Stockholm hat gemerkt wenn wir das vor Ort in so eine Art Logistikzentrum aufbereiten wieder können wir das wieder eigentlich an Ort und Stelle nutzen Einbauen für den Straßenbau und andere Dinge.

00:22:57: Und so sparen sie, ich glaube das sind über zehntausend Lkw-Fahrten also wirklich viel Transport und CO² dadurch und können mit diesen Logistikzentren über achtzig Prozent des Materials wieder oder weiter verwenden was Sie dort ausheben oder abreißen.

00:23:22: Okay, Wahnsinn.

00:23:23: Das war schon sehr interessant

00:23:24: von dich.

00:23:24: Ja Du sagtest ja ihr habt große Städte kleine städte ganz verschiedene städten.

00:23:29: wichtig ist dass sie sich auf den weg gemacht haben.

00:23:31: aber trotzdem ist dieser Weg einfacher für große städt mit mehr geld oder gerade mal so ganz platt gesagt oder vielleicht sogar Einfache für kleine städe die nicht so viel zur verfügung haben.

00:23:44: gibt es da so strukturelle vorteile oder faktoren Die das nach statt?

00:23:48: Ja die in der Stadt an Vorteil geben irgendwie.

00:23:51: Also natürlich sind finanzielle Mittel da schon gut.

00:23:57: Paris und Copenhagen waren die mit dem größten Budget für die Aufgaben, die dadurch aber auch vor allen Dingen in Informationen und Bildung investieren können was sehr wichtig war.

00:24:11: In Paris zum Beispiel wenn man in Paris ist das hat mich noch beim Besuch von Paris Überrascht oder ich war verblüfft, dass eigentlich die Stadt überall im Stadtraum Werbung und Informationen.

00:24:27: Aushängt und macht zu ihren Klimaanpassungen Klimaschutzmaßnahmen

00:24:32: kommt

00:24:32: als Bewohner und Tourist gar nicht drum herum zu wissen was getan wird und wofür es hilft Und dafür braucht man natürlich ein Budget, das haben andere Städte nicht.

00:24:43: Die müssen schauen dass sie mit ihrem Budget die Maßnahmen wirklich umsetzen können weil viele dieser Maßnahmen natürlich wirklich die Infrastruktur auch betreffen.

00:24:55: also gegen Startkriegen Ereignisse sich zu warten muss man halt zum Teil die Kanalisationen umbauen.

00:25:03: Das sind halt wirklich schwierige Eingriffe.

00:25:05: oder wenn man sich entscheidet einen Fernwärmenetz aufzubauen, um die Wärmeversorgung umzustellen.

00:25:14: Das heißt Straßenaufreißen, neue Leitungen legen und das sind natürlich Investitionen, die da getätigt werden müssen, die man auch erst haben muss.

00:25:26: Ja klar.

00:25:27: Und große Langwiese-Geprojekte bei denen man unter Umständen vielen Leuten auf die Füße tritt eine Autofahrt an Geschäftsleute, die ja irgendwie ansässig sind und vielleicht plötzlich nicht mehr durch der Straße fahren dürfen ganz verschiedene Interessen.

00:25:39: Partizipation hast du schon so ein bisschen angesprochen, also sowohl bei eurer Ausstellung, dass die aktivistische vor Ort das vor Ort engagieren wollen, dass es dafür eine Rolle spielt, dass ist sicherlich wichtig Leute da einzubinden?

00:25:52: Auf jeden Fall!

00:25:53: Das haben wir auch zum Beispiel bei einer kleinen Stadt in den Niederlanden gelernt.

00:25:59: Huten eigentlich eine Vorzeigestatt ist in der Nähe von Utrecht gelegen Und Hutten wurde in den siebziger Jahren eigentlich gebaut, war vorher aber gab es dann nur ein kleines Dorf und die wurde schon ja fahrradfreundlich wie man das aus den Niederlanden erkennt.

00:26:18: Aber

00:26:19: sogar

00:26:19: für holländische Verhältnisse noch Fahrradfreunde angelegt.

00:26:23: also da gibt's eigentlich nur eine Ringstraße wo der Autoverkehr fährt und der Rest ist eigentlich nur für Fahrräder- und Fußgängerverkehr ausgelegt.

00:26:32: Okay,

00:26:32: aber auch so eine Stadt muss sich dem Klima anpassen und hat da auch Aufgaben zu lösen.

00:26:37: Und in Huten gibt es zum Beispiel sowas wie ein Bürgerrat wo halt ich glaube sind hundert Bürgerinnen der Stadt darüber beraten ihre Energieversorgung in den nächsten Jahren, bis zu zwei Tausend vierzig CO-neutral umstellen möchte.

00:26:59: Das hat nicht irgendein Bürgermeister oder der Stadtrat entschieden sondern da hat dieser Bürgerrat die Empfehlung gegeben wie das in Zukunft weiterlaufen soll.

00:27:08: Okay interessant und da sagt noch mal einer... Die Leute wären klimaskeptisch oder hätten da keinen Bock drauf und es wäre schwer die irgendwie mitzunehmen.

00:27:15: vielleicht muss man sie nur angemessen beteiligen.

00:27:18: Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Weg, um für Akzeptanz zu sorgen.

00:27:24: Aber auch wissen wir erst mal zu erzeugen was wichtig ist und was man machen kann.

00:27:31: Und ja da ist die Beteiligung sehr wichtig.

00:27:37: Wir zeigen auch einen Planungs- und Beteilligungsprojekt in Kalamata.

00:27:42: Es ist eine griechische Stadt nicht viele Mittel hat, die sich aber mit Hilfe von europäischen Fördergeldern ein größeres Beteiligungsprozess geleistet hat.

00:27:57: Mit unterschiedlichen Büros, die dabei geholfen haben aus Griechenland und auch aus Wien, die mit Bürgerinnen und Bürgern in Kalamata ja sich beraten haben wie zum einen die Innenstadt umgebaut werden kann, mehr Grünraum aber auch ist eine Stadt am Meer bei denen es ganz wichtig auch zu dafür zu sorgen dass ja diese wichtige auch wirtschaftliche Faktor der der Hafen, das mehr gut angebunden ist und auch in Zukunft für die Bürgerinnen aber auch Touristen und andere attraktiv bleibt.

00:28:36: Das haben sie im Planungsprozess mit der Stadt und den Bürgerinnen einen Aktionsplan aufgestellt was man machen sollte in Zukunft

00:28:51: Gerade in Städten, und das merken wir bei der Hitzewelle jetzt ja noch mal mehr.

00:28:55: Davon sind oft Leute betroffen die Sozial-Schwierigkeiten haben oder nicht so gut gestellt sind.

00:29:00: Die in schlecht gebauten billigen Sozialwohnungen leben.

00:29:03: Habt ihr Projekte, die das ein bisschen adressieren?

00:29:06: Welche Rolle spielt diese Verknüpfung vom ökologischen und sozialen?

00:29:12: Die ist sehr wichtig!

00:29:15: Das war viele Maßnahmen natürlich auch wieder bestimmte ... Völkungsgruppen benachteiligen.

00:29:25: Und da muss man schauen, dass es relativ gut in der Stadt verteilt ist.

00:29:28: also, dass man nicht nur Grünraum in der Innenstadt plant.

00:29:32: oder am Beispiel von Frankfurt direkt da wo unsere Ausstellung ist konnten wir zeigen die Stadt Frankfurt hat eigentlich nur Trinkbrunnen in der Innenstadt aufgestellt.

00:29:42: Die Leute da auch wussten gerade in den Gebieten gibt's aber auch wenig Grünenraum Aber da wurden keine Trinkbrunnen bislang

00:29:50: aufgestellt.

00:29:54: Das sind wichtige Dinge, die man im Auge behalten muss.

00:29:58: Dass halt die Zugänge zu diesen wichtigen Infrastrukturen, Wasser, Grünraum auch für jeden da ist und nicht nur für die, die gerade neben dran wohnen weil sie sich leisten können.

00:30:12: Weil jede kleine Maßnahme ist wichtig.

00:30:14: Wollen ja nichts schlechtreden, aber hier und da wie du schon saß mit den Trinkplunden so schön und gut die aus sind gewinnt man ja den Andruckier unter dass es auch ein bisschen Ja also eine Mischung aus Kosmetik- und Stadtmarketing dann schnell ist und vielleicht nicht so ganzheitlich gedacht.

00:30:27: Aber das kann man in der Ausstellung sicherlich sehen und sich selbst ein Bild machen.

00:30:33: Mal so ganz einfach gefragt, was ist denn eigentlich konkret zu sehen?

00:30:36: Für jemanden der noch nie im Deutschen Architekturmuseum war und sich auch noch nie eine Architek-Tour städtebaubezogene Ausstellung angeguckt hat.

00:30:44: Wie wird so ne Stadt visualisiert?

00:30:45: Weil eigentlich wenn man steht ja selber entdecken dadurch planieren die Bereisen erleben sowie ihr das getan habt wie kriegt ihr das hin dass euren Besucher in nahezu bringen was da passiert?

00:30:56: also wir stellen die Städte immer mit sozusagen einem Bild der Stadt, dass man sich so vorstellen kann wie es ungefähr ist atmosphärisch.

00:31:06: Man bekommt eine kurze Information darüber... ...wie's gelegen ist was die wichtigsten Einflüsse in der Stadt auch sind.

00:31:15: und dann gehen wir aber relativ schnell direkt zu diesen Maßnahmen über was die Städte machen.

00:31:24: Wenn man die städte näher kennenlernen will da muss man schon hinfahren.

00:31:28: Aber wir haben versucht die einmal im ihrer klimatischen Region mit anderen Städten zu verorten.

00:31:35: Deswegen gibt es fünf Tische jeweils zu einer Region, man hat sozusagen immer die Regionen an einem Tisch geballt und kann sozusagen da auch schauen okay wie machen das andere Städte in der Region?

00:31:47: was sind deren Maßnahmen?

00:31:51: Und dann stellen wir diese Maßnahmen in der Stadt immer auch mit Fotografien vor weil Man könnte im deutschen Architektur Museum jetzt denken, es gibt viele Pläne.

00:32:01: Ja genau war so ein bisschen meine Befürchtung.

00:32:03: ich bin nicht zu der Skizzenmensch.

00:32:04: Wir haben versucht

00:32:05: eher geringzuhalten weil natürlich sowas auch schwer ist sowas dann zu lesen.

00:32:10: Natürlich zeigen wir auch zum Beispiel beim Smartbot G-Bloggasse.

00:32:16: das ist ein Umbauprojekt in Wien eines Gründerzeitsblocks der umgebaut wurde mit Geothermie.

00:32:23: Und da zeigen wir natürlich in einem Schnitt, wie diese Geothermie funktioniert.

00:32:28: Da baut man ja ganz tief in die Erde rein und da wird dann sozusagen Wärme- und Kälte erzeugt für das Gebäude dann.

00:32:38: Das zeigen wir auf, wie das funktioniert.

00:32:41: oder aber auch am Beispiel von Frankfurt.

00:32:48: Luftbild einer Karte der Stadt, was eigentlich das größte Potenzial von Frankfurt ist.

00:32:54: Und das ist der Grüngürtel.

00:32:56: Frankfurt hat nämlich schon sehr lange ein Grün-Gürteln aus Waldflächen, Agrarflächen rund um die Stadt, die die Stadt schon sehr fortschrittlich oder weit vorausschauend in den neunziger Jahren mehr oder weniger unter Schutz gestellt hat.

00:33:17: hier wird nicht gebaut im grünen Gürtel.

00:33:20: Das

00:33:20: ist immer noch ein großer Erholungsraum, ein großes Potenzial den die Stadt jetzt hat auf dem sie aufbauen kann und da muss man sich natürlich aber auch aufpassen dass der nicht verschwindet.

00:33:34: genau das zeigen wir mit einer Karte die das zeigt wie dieser grün Raum um Frankfurt fließt Und mit Luftbildern.

00:33:42: ja okay interessant Ihr seid jetzt ja gerade, wir haben am Anfang darüber gesprochen, traurigerweise am Zahn der Zeit mit eurer Ausstellung.

00:33:53: Was würdest du sagen seit wann beschäftigen sich Städte oder vielleicht auch Ausstellungsprojekte wie Eures?

00:33:57: Mit diesem Thema Klimaanpassung?

00:33:59: und statt Seit Wann ist es irgendwie in den Köpfen?

00:34:04: Ich glaube das geht schon ein bisschen länger.

00:34:06: Es gibt ja seit zweitausendfünfzehn das Pariser Klimaabkommen.

00:34:10: Ja klar

00:34:10: Und auch schon vorher wissen wir eigentlich dass unsere Ressourcen endlich sind nicht immer da sein werden in dem Maße.

00:34:20: Und seitdem beschäftigen sich Ausstellungen damit, Städte etwas später aber sind natürlich auch ein bisschen mehr unter Druck geraten weil Städten auch seit einigen Jahren verpflichtet sind Hitzeschutzpläne aufzustellen und andere Dinge.

00:34:40: dadurch ja müssen sie es.

00:34:44: Also, ich würde sagen so seit Zwei Tausend Fünfzehn geht's da ein bisschen schneller vorwärts aber auch noch nicht schnell genug.

00:34:52: Du persönlich würdest du lieber aufs Land ziehen oder bist du überzeugter Stäter?

00:34:56: Ich mein man denkt gewinnt ihr mal schnell den Eindruck bei Klimaanpassung und Städten So die haben die größten Probleme.

00:35:01: oh mein Gott Die Städte sind die was das Wohnen angeht irgendwie die Sorgen Kinder Und ich glaube auch in Corona und so weiter hatten viele Leute die Fantasie raus aus land zu ziehen und dass ist ja auch so'n topos keine Ahnung, raus ins Grüne.

00:35:14: Das ist irgendwie so eine Sache, das ist allen klar.

00:35:18: Ich persönlich bin ein bisschen zwiegespalten und ich bin beides.

00:35:20: Ich bin Landkind, komme vom Land, wohne aber schon länger in Großstädten.

00:35:27: Auf dem Land hat man natürlich immer die längeren Wege, die man irgendwie zurücklegen muss.

00:35:32: Wo man auch wenn man nur ein Auto hat mit Benzina zum Beispiel man wieder Emissionen erzeugt.

00:35:38: Und da ist eigentlich eine Stadt mit kurzen Wegen, sprich so was wie das Modell der fünfzehn Minuten statt, wo man alles dicht beieinander hat.

00:35:48: Eigentlich das Modelle, wo als Bewohner dieser Stadt vielleicht weniger Emission verursacht und seinen Fußabdruck sozusagen auch geringer halten kann.

00:35:59: Natürlich kann man sich auf dem Land auch autark versorgen etc.. Das ist aber schon, das muss man wollen.

00:36:06: Also das ist natürlich mit mehr Aufwand verbunden.

00:36:08: in einer Stadt hat man halt ja die notwendigen Infrastrukturen Lebensmittel erstes Versorgung Schulen im besten Fall in einem Radius von zum Beispiel fünfzehn Minuten und kann sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad Und wenn es ein bisschen weiter geht vielleicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen.

00:36:33: Kannst du genau was sagen zur fünfzehn Minuten statt, das klingt irgendwie gut.

00:36:36: Also ist aber noch ein Idealbild.

00:36:38: oder ich erreiche in Düsseldorf nicht alles oder weniges in fünfzehminuten und wenn ich mit dem Fahrrad fahren will weil ich kein Auto hab weiß ich das für mich nicht lohnt ich jetzt nicht.

00:36:46: möchte muss sich oft gucken wo ich lang fahre weil es keine Fahrradwege gibt und so weiter.

00:36:51: Was ist die fünfzehmine Stadt?

00:36:53: Das ist ein städtebauliches Ideal Bild.

00:36:56: da ist auch Paris einer der Vorreiter Städte die das versuchen bestmöglich umzusetzen.

00:37:03: Das heißt, dass man als Bewohner einer Stadt die wichtigsten Dinge, die man braucht zum Leben wie ich vorhin so ein bisschen aufgezählt habe Lebensmittel Bildung aber auch Freizeitmöglichkeiten in einem Radius von fünfzehn Minuten erreichen kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit Fahrrad und zu Fuß ohne das Auto.

00:37:28: Und dass man sozusagen relativ geringen Radius hat, um wirklich alles abzudecken.

00:37:33: Und dadurch kann man Emissionen senken.

00:37:36: Das heißt aber auch dass Städte ihre vor allem ihr öffentliches Nahverkehrsnetz besser ausbauen müssen

00:37:42: und dafür

00:37:42: sorgen müssen das man ja sicher und bequem mit dem Fahrrad und zu Fuß überall hinkommt.

00:37:49: die meisten Städten in Europa sind autozentriert angelegt worden.

00:37:58: Städte wie Paris haben es aber geschafft, in den letzten Jahren über dreihundert Straßenverkehrs beruhigt zu gestalten.

00:38:07: Zu begrünen nur noch für den Fahrradverkehr zu öffnen.

00:38:13: Ich war da auch von Paris sehr beeindruckt weil sie im Stadtbereich Überall dreißig kmh nur noch haben, also verkehrsberuhigt.

00:38:24: Nur noch wenige Straßen wo man schneller fahren darf.

00:38:27: das erzeugt eine ganz andere Atmosphäre auch in der Stadt.

00:38:31: weniger Lärm aber natürlich weniger Emissionen ja und ich glaube da hängt dann auch sowas dran wie in Deutschland streiten immer noch über einen Tempolimit auf Autobahnen.

00:38:44: wir sind dann auch weit von entfernt geführt dass wir darüber sprechen können aber das ist glaube ich wichtig, dass man genau das eigentlich in Städten umsetzt.

00:38:54: Dass wir mit anderen Verkehrsmitteln.

00:38:57: Aber schneller mehr erreichen kann.

00:39:00: Ja interessant.

00:39:01: Eigentlich steht ja dann letztendlich sowas wie so Kristallisationspunkte für viele der Fragen die uns gerade beschäftigen.

00:39:06: was wir besprochen haben Wie geht das ökologische mit dem sozialen zusammen?

00:39:11: Na, steht ja so was wie belebte Strukturen.

00:39:14: Wie muss man die Strukturn ändern?

00:39:15: Was sogar das sagt ist mit der fünfzehn Minuten statt damit die wieder lebenswerter und eben auch ökologisch nachhaltiger werden.

00:39:21: Das ist total interessant.

00:39:22: Ja

00:39:23: also sind wirklich dieser Kristallationspunkt den du sagst zwar bedecken die nur ein kleinsten Teil unserer Erdoberfläche aber schon jetzt sind über der Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten tendenz steigend.

00:39:40: Sie sind aber dadurch im Moment noch die größten Verbraucher von Energie und dadurch auch Emittenten von CO-Zwei und Anderenhaus ausstößen.

00:39:53: Das muss sich halt wandeln, also gerade die Städte haben natürlich den größten Hebel auch

00:39:57: was

00:39:57: zu

00:39:57: tun.

00:40:00: Das haben wir gemerkt bei der Bearbeitung oder bei der Arbeit an der Ausstellung, dass das viele tun.

00:40:05: Deswegen sind wir positiv.

00:40:07: Da hat es ja früher auch gefragt ob ich eher positiv- oder negativ gestimmt bin?

00:40:11: Ja genau!

00:40:13: Und eigentlich haben die Städte und ihre Maßnahmen positiv gestimmt, was passiert... ...und dass viele Menschen wissen, dass es noch ein bisschen zu langsam geht und uns gesagt haben Wir wollen, dass ist auch schneller vorangeht.

00:40:29: Du hast dich ja nun viel mit Architektur und Stadtplanung und solchen Dingen beschäftigt.

00:40:32: Wann hast du begonnen, dich für das Thema Nachhaltigkeit zu interessieren oder für diese ökologische Dimension?

00:40:37: Also ich glaube so richtig!

00:40:39: Das erste Mal als will ich auch Zahlen gesehen habe.

00:40:43: Als Architektor möchte man ja immer auch bauen und natürlich etwas schaffen, verändern dadurch aber dass wirklich Architek-Tour und vor allem das Neubauen einer der größten CO² ... imitenten ist.

00:41:02: Da war ich dann wirklich, ja... Wir müssen eigentlich vielleicht so mit dem Bestehenden auskommen und schauen, dass wir das was wir haben transformieren bestmöglich.

00:41:14: Und auch die Professionen also Architektur-Stadtplanung da sich ein bisschen wandeln muss nicht mehr alles neu ist gut sondern da auch zu einem anderen Verständnis kommen eine andere Haltung kommen viel mehr auch pflegen müssen, was wir schon haben.

00:41:31: Damit es nicht schnell abgerissen werden muss, dass wir sehr behutsam damit umgehen und gut nachdenken welche Materialien wir verwenden wie wir sie auch verbauen, wenn wir etwas verändern vielleicht ausbauen können und dann wieder woanders für nutzen können.

00:41:50: das ist halt nicht auf dem Müll landet dass wir vielleicht mal gucken, wie man früher schon gut klimatisierte Gebäude auch gebaut hat.

00:42:02: Weil da gibt es einfache Lösungen.

00:42:04: die kannte man eigentlich alles schon oder man schaut in andere Länder auch, wie sie zum Beispiel geschaffen haben das es Verschattung gibt, dass durch zb so den Kamin Effekt wird.

00:42:17: jetzt zum Beispiel in nordafrikanischen vielen nordafricanischen Ländern so im traditionellen benakulären Bauen gibt's diesen Kamineffekt der dafür genutzt wird um Gebäude zu kühlen.

00:42:28: Ganz einfach, dass die kalte Luft dann durch dieses Gebäudeströmt und davon kann man natürlich lernen.

00:42:34: Und man braucht nicht immer eine Klimaanlage und viel Technik.

00:42:40: Die kann natürlich bei gewissen Dingen helfen, um effizienter zu werden

00:42:46: etc.,

00:42:48: ist auch wichtig, die technischen Mittel auszunutzen vielleicht, um Dinge zu monitoren.

00:42:55: Wie können wir lernen, unseren Verkehr besser zu steuern oder unsere Gebäude effizienter zu nutzen?

00:43:03: Vor allen Dingen die Wärme oder die Energieversorgung gut einzustellen.

00:43:07: Das lässt sich natürlich mit Hilfe von Technologien dann auch machen aber es gibt genügend auch einfache Möglichkeiten zugleichen Ergebnissen zu

00:43:20: kommen.".

00:43:21: Wie das so oft ist.

00:43:23: Man denkt ja, man bräuchte die größte Technologie.

00:43:25: Klar, die brauchen wir auch.

00:43:26: Aber oftens auch die kleinen und auch die bisschen analogen oder die altergebrachten Maßnahmen, die irgendwie wichtig sind.

00:43:33: Jonas, dir vielen Dank für dieses Gespräch!

00:43:35: Ich glaube viele haben jetzt Lust bekommen sich mal die Ausstellung wirklich mit eigenen Augen anzuschauen und mal zu sehen was so in Europa passiert kann man sagen und ganz verschiedenen... Städten passiert, die ganz verschiedene Herausforderungen haben und sich alle aber auf den Weg gemacht haben.

00:43:49: Das ist ja schon mal eine gute Nachricht!

00:43:51: Deshalb vielen Dank dass du heute da warst.

00:43:53: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

00:43:55: Ja, mir auch.

00:43:56: Vielen Dank für die Einladung und das Gespräch.

00:44:00: Und das war es auch schon wieder schön, dass ihr wieder reingehört habt mit dabei seid.

00:44:06: Wir werden sehen, wie sich das diesen Sommer noch so entwickelt.

00:44:09: gerade regnet es ja draußen was nicht ob das bei euch auch so ist aber auch das ist wahrscheinlich nur eine kurze Abkühlung Wasser knappheit.

00:44:17: wir haben nochmal so ein Thema über dass man sprechen könnte.

00:44:21: Wenn ihr Themen habt wenn ihr über Dinge sprechen wollt wenn ihr selbst mal an diesem Podcast zu Gast sein soll dann meldet euch gerne bei mir schaut euch einfach mal auf meinem Blog um.

00:44:30: Wie immer das wisst ihr findet ihr da auch unser Gespräch von heute, was ich mit Jonas geführt habe in einer kurzen Interview-Version auch mit vielen Dingen zum Weiterlesen und Entdecken.

00:44:42: Und wenn ihr möchtet habt ihr natürlich die Gelegenheit euch in Frankfurt selbst noch diese Ausstellung anzuschauen und euch eben auch nicht von der Hitze runterziehen zu lassen sondern euch auch von den ganzen positiven Beispielen die in dieser Ausstellung gezeigt werden inspirieren zu lassen.

00:44:58: Vielen Dank dass Ihr wieder reingehört habt gerne bis zum nächsten Mal!

00:45:01: Macht's gut.

00:45:02: bis dann Ciao!

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